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Handgemachte Naturkosmetik aus Österreich
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Akte HAUTPFLEGE (un)gelöst?

Heute gibt's für euch exklusiv die vierte Geschichte im Rahmen unseres Jubiläumsjahres: 10 Jahre, 10 Geschichten.

Mysteriöse Vorfälle

Der erste Hinweis war so unscheinbar, dass ich ihn gar nicht richtig wahrnahm. Weder folgte ein dramatischer Hautausschlag noch eine allergische Reaktion. Da war nur dieses seltsame Gefühl nach dem Duschen oder Waschen, dass die Haut zwar sauber, aber irgendwie angespannt war. Sie verlangte sofort nach Creme. Das erschien mir aber zutiefst unlogisch! Wie kann sich Haut nach der Reinigung schlechter anfühlen als davor? Je länger ich dieses Phänomen beobachtete, desto misstrauischer wurde ich. Ich beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.

Spurensuche

Wie einst Sherlock Holmes mit seiner Lupe stand ich vor dem Badezimmerregal und studierte die auf den Produkten angegebenen Inhaltsstoffe und deren mögliche Risiken/ Nachteile/ Nebenwirkungen/Auswirkungen. Duschgel. Shampoo. Gesichtsreiniger. Es dauerte nicht lange, bis ich ein Muster erkannte: Immer wieder tauchte da nämlich diese eine Formulierung auf: „Kann die natürliche Barrierefunktion der Haut schwächen.“ Dieser Satz las sich wie ein Tatortbericht. Unsere Hautbarriere schützt uns doch Tag für Tag vor Feuchtigkeitsverlust, Reizstoffen und äußeren Einflüssen. Was sollte also wohl das Motiv der Pflegeprodukte sein, diesen Schutz so hinterhältig anzugreifen?

Die üblichen Verdächtigen

Meine Nachforschungen nahmen Fahrt auf. Eine heiße Spur führte dabei zu einer Reihe von Stoffen mit den klingenden Namen „Sodium Laureth Sulfate“, „Sodium Lauryl Sulfate“ und „Coco Sulfate“. Bei diesen Übeltätern handelt es sich um Tenside, die in unzähligen Produkten enthalten sind. Sie lösen Fette und Schmutz von der Haut. Dabei können sie die natürliche Fettbarriere der Haut beeinträchtigen, Feuchtigkeit leichter entweichen lassen, ⁠und dadurch trockene oder gereizte Haut verursachen. Plötzlich ergaben viele Dinge für mich Sinn!

Trockene Haut nach der Reinigung haben nichts mit „empfindlicher Haut“ zu tun, sondern mit den chemischen Produkten, mit denen wir unsere Haut eigentlich vor Trockenheit und Altern schützen wollen.

Der große Irrtum

Diese Einsicht war erschütternd. Viele Jahre lang hatte ich geglaubt, dass Wirksamkeit vor allem aus großen Labors kommt. Je technischer ein Produkt klang, desto größer war mein Vertrauen. Pflanzliche Öle hielt ich eher für nette Naturromantik als für ernstzunehmende Hautpflege. Heute kann ich darüber nur schmunzeln. Seit ich mich mit natürlichen Rohstoffen beschäftige, weiß ich, weshalb bestimmte Pflanzenöle seit Jahrhunderten verwendet werden. Mandelöl etwa stärkt die Hautbarriere und verbessert die Feuchtigkeitsbindung; Jojobaöl besitzt eine Struktur, die dem natürlichen Hauttalg erstaunlich ähnlich ist; Hagebuttenkernöl unterstützt die Regeneration der Haut; Arganöl wirkt antioxidativ und verbessert die Elastizität. Die Natur arbeitet eben intelligenter als moderne Kosmetiklabors.

Ein Fall für bluvion

Für mich stand daher fest, dass ich meine eigenen Reinigungsprodukte im Einklang mit der Natur entwickeln wollte. Produkte wie mein daisy face wash, das body & hair shampoo oder die happy hand soap sollten die Haut zuverlässig reinigen, ohne sie dabei zu schädigen. Ich entschied mich deshalb bewusst für sanfte Zuckertenside. Sie entsprechen meiner persönlichen Definition von guter Pflege: Eine Hautpflegeprodukt soll nicht bloß kurzfristig glätten. Es soll die Haut langfristig nähren, hydratisieren, schützen und regenerieren. Es soll dabei helfen, die natürliche Balance der Haut wiederherzustellen.

Und was hat Sheabutter mit dem Ganzen zu tun?

Jeder gute Detektiv braucht einen ständigen Begleiter. Sherlock Holmes hatte Dr. Watson, ich habe meine Sheabutter. Dieser Rohstoff steckt bis heute in vielen meiner Produkte. Diese Sheabutter stammt aus einer kleinen Kooperative in Ghana und wird dort in traditioneller Handarbeit hergestellt. Sie ist derart naturbelassen, dass sie manchmal sogar in fertigen Balsamen kleine Kristalle bildet. Ein Bio-Siegel trägt diese Sheabutter allerdings nicht. Die Zertifizierung wäre für die kleine Kooperative schlicht zu teuer. Doch wie wir gesehen haben: Etiketten ersetzen ohnehin niemals den eigenen Blick auf Qualität.

Ich entschied mich deshalb bewusst dafür, lieber auf ein Siegel als auf einen außergewöhnlich guten Rohstoff zu verzichten. Zudem meinte ein erfahrener Kosmetikexperte einmal: „Monika, deine Cremes sind so gut, egal, ob ein Siegel darauf ist oder nicht.“ Dieser Satz ist mir geblieben. Schöne Versprechen kann schließlich jeder machen. Was am Ende allerdings zählt, ist das, was ein Produkt für die Haut tatsächlich bewirkt.

Es grüßt euch herzlich,

Eure Monika

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