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Männer wollen keine Pflege?

Heute möchte ich dir die siebte Geschichte im Rahmen unseres Jubiläumsjahres „10 Jahre, 10 Geschichten“ erzählen und einen Blick auf die Haut der lieben Männer werfen.

Zwei Schritte hinter ihr

Ich liebe diese Momente in meiner Manufaktur, wenn unversehens ein Pärchen hereinkommt. Sie geht meist gleich interessiert auf die Regale zu, stellt Fragen, lässt sich beraten und probiert sich durch. Er hingegen bleibt zwei Schritte hinter ihr stehen und signalisiert mit seiner Körpersprache: Bitte mich nicht miteinbeziehen.

Entschuldigend murmeln viele Männer mir oft zu: „Ich benutze keine Cremes.“ Dafür habe ich vollstes Verständnis. Männer haben ein sehr klares Gespür dafür, wenn sich auf ihrer Haut etwas unangenehm anfühlt. Eine Schicht, die klebt, fettet oder die Haut abdichtet, empfinden sie als störend. Andere Männer wiederum betonen mit abwehrender Handbewegung: „Ich bin ein Fauler. Ich nehme fast nichts.“ Auch gut, denke ich mir, dann kommt wenigstens nichts auf die Haut, was diese belasten könnte. Und wenn am Ende dann doch noch einer nachfragt: „Ist denn bei Kosmetik nicht eh alles dasselbe?“, freue ich mich direkt. Ich mag skeptische Menschen, die Fragen stellen und nicht einfach jedem x-beliebigen Versprechen auf der Verpackung glauben.

Der Duschtest

Im Zuge dieser Begegnungen mit Männern in meiner Manufaktur begann ich zu verstehen, dass Männer keine komplizierte Pflege wollen. Für sie muss Pflege simpel und logisch sein: ein Duschshampoo für Haare, Gesicht und Körper gleichermaßen; ein Gesichts- und Bartöl in einem; eine milde Creme bei trockener Haut. Zu diesem Zweck habe ich das body & hair shampoo entwickelt, das auch Männerhaut und -haare mitdenkt, ebenso wie das men’s best beard & face oil und die gentle men’s face cream.

Als Versuchskaninchen musste übrigens bei jeder meiner Entwicklungen mein Mann herhalten. Ich erinnere mich noch, dass ich anfangs immer vorsichtig bei ihm angefragt habe, ob er denn mal dieses Öl oder jene Creme ausprobieren könnte. Die Reaktion fiel jedes Mal überwältigend positiv aus. „Nichts bleibt kleben, nichts fettet!“, erklärte er mir jedes Mal stolz. „Meine Haut fühlt sich plötzlich so entspannt an.“

Vom Skeptiker zum Stammkunden

Von den Alltagsprodukten für Gesicht und Haare abgesehen, sind viele Männer mittlerweile auch in Bezug auf andere bluvion-Produkte auf den Geschmack gekommen. Sportler etwa greifen nach dem Training zum power body oil oder nach einem langen Sommertag zum aftersun. Wer viel mit den Händen arbeitet, findet in der Sheasoap eine gründliche, aber sanfte Reinigung und in der piano Handcreme eine schnell einziehende Pflege. Wenn Hände oder Füße rissig werden, kommt der smoothy Spezialbalsam zum Einsatz. Das Deo überzeugt, weil es tut, was ein Deo tun soll, ohne dabei Flecken auf dem Hemd zu hinterlassen. Und die Lippenpflege wird geschätzt, weil sie nicht einfach nur auf den Lippen liegt, sondern tatsächlich etwas gegen spröde Lippen ausrichtet.

So gesellte sich zu der ursprünglich eher weiblichen Zielgruppe von bluvion allmählich auch eine starke männliche Community. Dass Männer auf meine Produkte vertrauen, wurde mir aber erst nach einer besonderen Episode mit meinem Freund Mark bewusst.

Drei Tropfen für Mark

Als mein guter Freund Mark an ALS erkrankte, litt seine Haut durch die Medikamente unter starker Trockenheit. Die Lotion, die ihm sein Arzt verschrieben hatte, empfand er allerdings als unangenehm. Seine Haut fühle sich an, sagte er, als wäre sie „in Plastikfolie verpackt“. Da sein Hausarzt aber mit meinen damaligen Körperölen vertraut war, schlug er mir kurzerhand vor: „Moni, stell du doch eine feine Mischung für Mark zusammen!“ Also tüftelte ich mit großem Elan an Nachtkerzenöl, Sesam, Macadamia, Sanddorn, Mandel- und Jojobaöl herum. Dazu Sandelholz, Zitrusöle und Benzoe Siam. Die Mischung sollte reichhaltig, aber leicht zu verteilen sein, denn Mark hatte viele Härchen an Armen und Beinen.

Unser erster Versuch fand schließlich im Garten statt. Meine Anweisungen gaben die Richtung vor: „Schienbein nass machen, drei Tropfen Öl, mit nassen Händen einmassieren.“ Es folgte eine kurze Pause, dann hörte ich Marks freudiges „Ja!“. Dieses eine Wort klingt mir bis heute noch in den Ohren nach. Es bewies mir, dass Männer nicht erst lernen müssen, Cremes und Öle zu lieben. Sie müssen nur etwas finden, das ihre Haut wirklich braucht.

Denn gute Hautpflege kennt keine Geschlechtergrenzen.

Es grüßt euch herzlich,

Eure Monika

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